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Übung – Menschenrettung und Absturzsicherung

Der Aufgabenbereich der Freiwilligen Feuerwehren umfasst längst nicht nur mehr die klassische Brandbekämpfung oder technische Hilfe im Falle eines Verkehrsunfalles.

 

 

 

 

Immer öfter werden die freiwilligen Helfer zur Rettung von Personen, Tieren oder Sachgütern gerufen, die sich in einer exponierten Lage befinden oder absturzgefährdet sind und sich selbst nicht mehr aus ihrer misslichen Lage befreien können. Es ist daher erforderlich, speziell auf solche Situationen ausgebildete Feuerwehrkameraden in seiner Organisation zu haben.

 

Die Feuerwehr Hermagor hat 10 Mitglieder, die in den vergangenen Jahren das zweitägige Seminar zum Thema „MRAS“ (=Menschenrettung und Absturzsicherung“) an der Landesfeuerwehrschule Kärnten besucht haben und auf die Bewältigung oben angesprochener Situationen ausgebildet wurden.

 

 

 

 


 

 

Wenn Sie jetzt das Bild eines Feuerwehrmannes, der sich in schwindelerregenden Höhen von Kränen abseilt vor Augen haben, liegen Sie nicht ganz richtig. Wie schon im Namen enthalten, geht es bei MRAS nicht um die Höhenrettung, sondern um Menschenrettung und Absturzsicherung. Das bedeutet, auf diesem Gebiet ausgebildete Feuerwehrleute sollen in der Lage sein, zum Beispiel zu einer verletzten, in einer exponierten Lage befindlichen Person mittels Seiltechnik vorzudringen, sie vor einem eventuellen weiteren Absturz zu bewahren und die Person zu retten und aus ihrer misslichen Lage zu befreien.

 

 

 

 


 

 

Um solche Einsätze erfolgreich beenden zu können, bedarf es neben dem fachlichen Wissen der Kameraden auch der richtigen Ausrüstung.

 

Diese Ausrüstung ist vom Kärntner Landesfeuerwehrverband normiert und besteht aus der Mannausrüstung (3 x Klettergurt + div. Karabiner, Reebschnüre, Seilrolle und Helm) und der Truppausrüstung (dynamisches Seil, statisches Seil, div. Karabiner, Bandschlingen, Reebschnüre, etc.). Auch die FF Hermagor ist im Besitz eines solchen „Pakets“.

 

 

 

 


 

 

Da diese Ausrüstung Gott sei Dank nicht täglich im Einsatz sein muss, ist es umso wichtiger, regelmäßig Übungen zum Thema MRAS abzuhalten, um eine gewisse Routine für die Handgriffe zu bekommen und die zahlreichen Knoten nicht zu verlernen.

 

Genau aus diesem Grund nahmen 5 Kameraden am Samstag, den 12. November 2011, an einer MRAS-Übung im Gösseringgraben in Hermagor teil.

 

Geübt wurde das aktive Abseilen auf steilem Gelände und die Rettung einer verletzten Person mit Hilfe der Rettungsschale und div. Seiltechniken wie zum Beispiel der Prusiktechnik, sowie der Aufbau und die Anwendung eines Flaschenzuges.