Funkdienst in der Feuerwehr


„Ein wichtiger Bestandteil der Einsatzbewältigung ist eine Kommunikationsmöglichkeit untereinander“

HFM Walter Puntigam

HFM Walter Puntigam

Funkbeauftragter

Die Einsätze der Feuerwehren sind unbedingt von sicherer Kommunikation abhängig. Die Funkverbindung an den Einsatzstellen und zwischen LAWZ und Einsatzleitung ist für eine effektive Einsatzabwicklung unabdingbar.
Die Kommunikation der Einsatzstellen untereinander, die Alarmierung mittels Sirenenalarm und die stille Alarmierung mittels Personenrufempfänger (Piepser) wird mittels Funksignalen im 2m Band durchgeführt.
Trotz immer besser ausgebauten Mobilfunkeinrichtungen und Möglichkeiten einen Alarm auch mittels SMS abzusetzen, ist der Feuerwehrfunk als unabhängige technische Einrichtung nach wie vor absolut notwendig. Zentrale Umsetzer und Relaisstationen sind Batterie gestützt und mit Notstrom versorgt.
Für die Alarmierung der Kameradinnen und Kameraden ohne Sirene (stille Alarmierung) sind 28 Mitglieder mit einem Pager ausgerüstet, welcher innerhalb einer Funkreichweite bis etwa 15 km erreichbar ist.


Vom Notruf 122 zur örtlichen Feuerwehr

Der Notruf 122 wird in Klagenfurt in der Landes Alarm und Warnzentrale (LAWZ) angenommen. Nach dem dort aufliegenden Alarmplan werden die zuständigen Feuerwehren alarmiert.

Die Funksignale zur Aktivierung der Pager und Sirenen werden über Richtfunkstrecken zum Sendemasten in Neudorf übertragen. Von dort werden die 5 Ton Steuerbefehle mittels Funksignalen auf Kanal 2 übertragen. Die angeforderten Sirenen und Piepser erkennen ihre 5 Ton Signalkette und heulen auf. Die Mitglieder der Feuerwehr rücken ins Gerätehaus ein und fragen über Funk bei der LAWZ nach dem Einsatzbefehl.

Für den Funkverkehr werden folgende Kanäle verwendet:

  • Kanal 1 als Abschnittskanal (unterer Abschnitt Bezirk Hermagor)
  • Kanal 2 Bezirkskanal: (Bezirk Hermagor, zur Alarmierung und Kommunikation mit der LAWZ und BAWZ)
  • Kanal 3 Landesweiter Abschnittskanal (als Ausweichkanal z.B. für Atemschutz Trupps) Kanal 4 Oberer Abschnitt (um mit den Wehren des oberen Abschnittes zu kommunizieren).
  • Sonderkanäle sind noch für den Tunnelfunk (Kanal 11) und ein Datenkanal (Kanal 16) für das Funk-Fax vorhanden.


Die Bezirks Alarm und Warnzentrale

Bei großräumigen Einsätzen, wie z.B. bei landesweitem Hochwassereinsätzen, übernimmt die Bezirks- Alarm und Warnzentrale (BAWZ) die Aufgaben der Notrufannahme, Alarmierung und Koordination der einzelnen Feuerwehren. Über eigene Funkverbindungen, (Landes Sondernetz LSN kann auch bei Stromausfall mit der LAWZ kommuniziert werden.

In Hermagor befindet sich die BAWZ im Feuerwehrhaus und wird bei Bedarf mit ausgebildeten Bedienern, welche aus allen Teilen des Bezirkes stammen besetzt. 3 bis 4 von 23 ausgebildeten Personen versehen jeden Samstag über Mittag Dienst, um die Sirenenprobe für den Bezirk Hermagor um 12 Uhr auszulösen. Auch die Sprechproben für alle Personenrufempfänger werden wöchentlich durchgeführt.
Die Feuerwehr Hermagor stellt 7 Mann für die Bereitschaftsgruppe der BAWZ.


FLORIAN STATION

Im Feuerwehrhaus befindet sich einen weitere wichtige Funkstation: Florian Hermagor. Sie ist mit einem Funkgerät für den Arbeitskanal und einem weiteren Funkgerät, welches auf den Bezirkskanal geschaltet ist ausgestattet. Zur Ausstattung gehört auch ein Telefon. Diese Funkstation dient bei Einsätzen als Ansprechpartner für die örtlichen Feuerwehren. Sie verständigt nach Anforderung Einsatzorganisationen wie Rettung, Bergrettung, Hilfskräfte und Spezialkräfte. Sie ist bei größeren Einsätzen die Verbindungsstelle LAWZ.


FUNKSTATION im Umkleideraum

Eine weitere wichtige Funkstation befindet sich im Umkleideraum. Mit diesem Gerät wird der erste Kontakt nach der Alarmierung (Sirenenalarm oder stiller Alarm) mit der LAWZ hergestellt, um Art des Einsatzes und Einsatzort zu erfahren. Sollte innerhalb von 5 Minuten keine Rückmeldung an die LAWZ erfolgen, wird von dieser erneut die Sirene aktiviert.


Autarkes Alarmierungssystem Sisipak

Eine gegen Stromausfall gesicherte Funkanlage befindet sich im Feuerwehrhaus. Mit dieser Anlage kann still alarmiert und von Strom unabhängig auf Kanal 1 und 2 kommuniziert werden. Weiters kann die auf einem Mast auf dem Dach angebrachte Sirene für Feuer, Probe und Zivilschutzsignale aktiviert werden. Als Besonderheit können Durchsagen mittels der Sirenenlautsprecher durchgeführt werden.


Pflege und Wartung

Für die Pflege, Wartung und Erhaltung der Einsatzbereitschaft der Funkgeräte der Feuerwehr ist der Funkbeauftragte zuständig. Die Anforderungen an den Funkbeauftragten sind ständige Kontrollen der Einsatzbereitschaft aller Funkgeräte sowie die Unterweisung der Kameradinnen und Kameraden in der Pflege und Bedienung der Geräte.

Dieser Beauftragte unterstützt und berät den Kommandanten in allen Fragen des Sprechfunks. Neuanschaffungen, Ersatzanschaffungen und Reparaturen werden von ihm abgestimmt.
Um die Geläufigkeit und Routine beim Funkdienst zu beüben, werden jährlich eine Funkschulung und 3 Funkübungen samt Übungsfahrt für die Kraftfahrer durchgeführt.

Der Funkgerätestand beträgt derzeit:

  • 1 Funkfixstation auf Kanal 1
  • 2 Funkfixstation auf Kanal 2
  • 8 Mobilfunkstationen in den Fahrzeugen
  • 12 Handfunkgeräte
  • 28 Personenrufempfänger



Ansprechpartner der FF Hermagor:
HFM Walter Puntigam, Tel: 0664/2844450

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