Schlauchwart


„Ohne Schläuche gibt es keine Brandbekämpfung“

BM Patrick Pettauer

BM Patrick Pettauer

Schlauchwart

Als Schlauchwart der Freiwilligen Feuerwehr Hermagor möchte ich Euch einen kleinen Überblick über meine Arbeit geben.

Schläuche gibt es in verschiedenen Ausführungen und Nennweiten. Generell unterscheidet man nach Saug- und Druckschläuchen sowie säurebeständigen Schläuchen für den Gefahrguteinsatz. Jeder dieser Schläuche kommt bei uns zum Einsatz und muss auch unter extremsten Bedingungen funktionieren.

Der Schlauchwart ist für die Wartung, Instandhaltung und Funktionsfähigkeit aller Schläuche verantwortlich.

Saugschläuche dienen zur Wasserentnahme aus offenen Gewässern. Sie werden eingesetzt, wenn sehr große Wassermengen benötigt werden bzw. wenn die Wasserentnahme aus dem öffentlichen Hydrantennetz nicht oder nur unzureichend zur Verfügung steht. Aber auch bei diversen Schmutzwasserpumpen werden Saugschläuche benötigt. Da beim Saugen ein Unterdruck im Schlauch entsteht, müssen diese formstabil sein.

Druckschläuche dienen zur Wasserförderung. Mit ihnen kann Löschwasser von der Wasserentnahmestelle zur Pumpe und von der Pumpe bis zur Einsatzstelle transportiert werden. Druckschläuche gibt es in Abhängigkeit des Verwendungszwecks in verschiedenen Längen und Durchmessern. Man unterscheidet hier nach den Größen A, B, C und D.

Die gebräuchlichsten Größen sind die Größen B und C. Mit B-Schläuchen wird vornehmlich das Wasser von der Wasserentnahmestelle bis zum Fahrzeug und von dort in Richtung Brandstelle transportiert, da sie - bedingt durch den größeren Durchmesser - einen relativ geringen Reibungsverlust haben. An der Brandstelle kann dann mittels eines Verteilers die Wassermenge aufgeteilt werden. Der Verteiler verfügt über zwei Abgänge der Größe C und einen der Größe B. C-Schläuche werden nur direkt an der Brandstelle eingesetzt, da sie - bedingt durch den geringeren Durchmesser - einen relativ hohen Reibungsverlust haben. A-Schläuche kommen zum Einsatz, wenn sehr große Wassermengen weitergeleitet werden müssen. D-Schläuche kommen i.d.R. nur an Kleinlöschgeräten vor.

Der Waschraum der Feuerwehr Hermagor hat eine Fläche von 42 m². In ihm befindet sich ein Schlauchaufwickler mit einer Handkurbel, ein Schlauchregal, eine Schlauchwaschanlage und ein Becken, von dem aus man die Schläuche direkt durch ein Tor in den Schlauchturm hängen kann. Das Aufhängen der Schläuche erfolgt durch eine spezielle, elektronisch gesteuerte Anlage, die mittels Kette die Schläuche in den gut 10m hohen Schlauchturm zum trocknen aufhängt. Es können bis zu 42 Schläuche aufgehängt werden.

Die Reparatur findet in der danebenliegenden Werkstatt statt. Mit Hilfe von einer Festspannvorrichtung zum Festhalten der Kupplungen beim Einbinden und einem Einbindeapparat mit Drahtführungsrolle, Drahtspule und Bandbremse werden die neuen Kupplungen wieder montiert und der Schlauch wird wieder einsatzbereit gemacht.

Im Schlauchregal werden alle gereinigten und reparierten Schläuche gelagert. Dort können die jeweiligen Löschgruppen neue Schläuche für ihre Fahrzeuge entnehmen.

Aktuell besitzt die Feuerwehr Hermagor insgesamt 237 Schläuche davon 226 Druckschläuche (23 sind säurebeständig) und 11 Saugschläuche.


Ansprechpartner der FF Hermagor:
BM Patrick Pettauer, Tel: 0699/13767567

© 2017- Freiwillige Feuerwehr Hermagor, Gösseringlände 8, A-9620 Hermagor; Mail: feuerwehr.hermagor@aon.at , Kommandant: 0676/84649012 , Presse-Tel: 0676/84649017 Wichtiger Hinweis: Auf unserer Internetseite berichten wir ausführlich (also auch mit Bildmaterial) über unser Einsatzgeschehen. Bilder werden erst gemacht, wenn das Einsatzgeschehen dies zulässt ! Es werden keine Bilder von Verletzten oder Toten gemacht oder hier veröffentlicht ! Sollten Sie Einwände gegen die hier veröffentlichen Fotos oder Berichte haben, wenden Sie sich bitte an unseren Webmaster.

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